Hach, wir Frauen. Wat sind wir doch für mysteriöse Geschöpfe.
Selbst der allwissende Siggi Freud konnte uns nicht entschlüsseln, er wird folgendermaßen zitiert:
"Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: ´Was will eine Frau eigentlich?´ "
Das mag daran liegen, dass er sich wahrscheinlich, wie viele Männer, nie wirklich mit Frauen beschäftigt hat. Damit meine ich im wirklichen Leben, als Mitmenschen, als Teil der Peer Group.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie streng die Geschlechtertrennung in Freizeitbereichen immer noch ist. Ich sehe oft, wie sich die Geschlechter auf Partys in homogenen Grüppchen sammeln, Männlein und Weiblein getrennt.
Ich bin jemand, der aufgrund seiner "geschlechterübergreifenden" Interessen (Kosmetik, Klatsch, Computerspiele und Zombiefilme) eigentlich mit jedem ein Gesprächsthema findet, daher finde ich das immer recht nervig, konsequent ins "Frauenghetto" abgeschoben zu werden, wenn ich doch in dem Moment viel lieber mit den Jungs Bier trinken und mich über Star Wars Ep I-III ereifern möchte.
Tue ich das, gehöre ich für manche Frauen nicht mehr dazu, selbst wenn ich vorher eine halbe Stunde mit Lust und Leidenschaft Nagellackfarben diskutiert habe.
Ein Bekannter von mir bemerkte vor einiger Zeit mal, wie faszinierend er es fände, dass ich mit einigen meiner Ex-Liebschaften noch freundschaftlichen Kontakt pflege, er hätte das ja nie so gehabt.
Als ich sagte, dass mich ja mit den meisten auch gemeinsame Interessen verbinden würde, ich das deshalb ganz natürlich fände, sagte er, nee, er hätte seine Ex zwar sehr geliebt, möge sie auch immer noch, aber er wüsste so nix mit ihr anzufangen.
Autsch.
Ich fragte weiter nach, ob er weibliche Freunde hätte. Klar, in seiner Clique wären einige Frauen. Ja aber bist du mit denen befreundet? Diskutierst du mit ihnen, unternimmst mal was? Nö.
Doppel-Autsch.
Das ist meiner Meinung nach ein Riesenproblem im Geschlechtermiteinander.
Viele Männer haben mit Frauen, abgesehen von Familie und Sexualleben, nicht viel zu tun,d.h. sie wissen nicht, dass es unter Frauen Unterschiede wie Tag und Nacht gibt, wie ich das ja schonmal in einem anderen Beitrag ausgeführt hatte.
Dass Frauen keine mysteriösen, elfengleichen Wesen sind, hübsch anzuschauen, aber so wenig greifbar wie Feenstaub, sondern ganz normale Menschen.
(Ein Freund hat mir mal gestanden, dass er bis zu seinem 17. Lebensjahr gedacht hat, Frauen hätten keine Verdauung. Ernsthaft!)
Seien wir ehrlich, man ist in einer Liebesbeziehung (zumindest am Anfang) NIE so, wie man sonst ist. Man möchte ein begehrenswertes, liebenswertes Wesen sein. Natürlich auch n bissken mysteriös, aber ob das an den Vorlieben dieses bestimmten Mannes oder an den Einflüsterungen diverser Frauenzeitschriften (Mach dich rar, Männer sind Jäger, etc.) liegt, sei mal dahingestellt.
(Die meisten Männer, denen ich was bedeutet habe, wollten immer ganz viel über mich wissen)
Daher, die Frage: "Was will eine Frau eigentlich" gehört mit zu den dämlichsten, die es gibt.
Lieber Siggi, frag sie doch!
Aber sei bitte nicht enttäuscht, wenn die Antwort nicht lautet "Ein Penis".
Ich empfehle mich
Dienstag, 19. Juli 2011
Sonntag, 26. Juni 2011
Deutschland-Kanada 2:1
So, das war doch schonmal ganz schön. Unsere Mädels haben gut gespielt, super Einsatz gezeigt, die Frau Schiedsrichter war blind (die hat doch nur den Ball gespielt! Mann!) und die Kommentatoren haben nur Müll geredet (Kommentar zu Nia Künzer nach der Schalte zu Public Viewing in Stuttgart: "Ist doch schön, so Fans zu haben" :-/) .
Quasi gar nicht anders als Männerfußball. :)
Ach ja, den Kommentar des Tages brachte mein Schwager, als ich die Anfeindungen der Maskulisten gegen Frauenfußball zur Sprache brachte:
"Regen sich Feministinnen eigentlich auch so über männliche Bodenturner auf? Nein? Vielleicht mal anregen!"
Und damit geb ich ab ins Studio
Quasi gar nicht anders als Männerfußball. :)
Ach ja, den Kommentar des Tages brachte mein Schwager, als ich die Anfeindungen der Maskulisten gegen Frauenfußball zur Sprache brachte:
"Regen sich Feministinnen eigentlich auch so über männliche Bodenturner auf? Nein? Vielleicht mal anregen!"
Und damit geb ich ab ins Studio
Montag, 20. Juni 2011
Geschichten aus dem femizentrierten Schulwesen
Heute hatte ich ein nettes Erlebnis mit einem meiner Lehrer.
Dieser Lehrer etwa Mitte 50 (in Folgendem Herr X genannt) gibt bei uns Latein, eigentlich mag ich ihn, schreibe bei
ihm auch ganz gute Noten, trotzdem ich als verkappte Feministin verschrieen bin.
Heute gabs Vokabeltests zurück, eine Mitschülerin, die diesen nachgeschrieben hatte, bekam eine nicht besonders gute Note, worauf Herr X meinte: Wenn sie sich in mehreren Wochen nicht soundsoviele Vokabeln draufschaffen könnte, solle sie doch überlegen, ob sie nicht Latein abwählt und stattdessen lieber einen Kochkurs macht, so als sinnvolle Beschäftigung!
BÄM! Also erstens geht das ja mal überhaupt nicht, dass er sowas vor dem ganzen Kurs (!) sagt und zweitens: Ein Kochkurs? WTF?
Da ich ja passionierte Retterin der akademisch ambitionierten Witwen und Waisen bin, konnte ich das natürlich nicht so im Raum stehen lassen und sagte (im neutralen Tonfall):
"Also, den Spruch mit dem Kochkurs hätten Sie sich jetzt aber sparen können!"
Auftritt Rumpelstilzchen: Herr X fuhr mich an, was er sich sparen könne und was nicht, entscheide immer noch er, außerdem hätte seine Schwester ihren Abschluß in Ernährung- und Hauswirtschaft gemacht und wenn ich sowas verachten (!) würde, wäre das mein Problem. Er schickte dann noch einen Spruch von wegen Leuten, die nur Tiefkühlkost essen hinterher und grummelte dann vor sich hin. Versuchte nochmal (immer noch ziemlich erregt) die Diskussion weiterzuführen, was ich dann aber abgewiegelt habe. Immerhin, der Mann sitzt am längerem Hebel.
Merke: Theoretisch ist Gleichberechtigung vielleicht auch für die alte Garde ne tolle Sache, es hält sie aber nicht davon ab, bei Gelegenheit sexistische Sprüche abzulassen. Das Weltbild bleibt unangetastet.
Dieser Lehrer etwa Mitte 50 (in Folgendem Herr X genannt) gibt bei uns Latein, eigentlich mag ich ihn, schreibe bei
ihm auch ganz gute Noten, trotzdem ich als verkappte Feministin verschrieen bin.
Heute gabs Vokabeltests zurück, eine Mitschülerin, die diesen nachgeschrieben hatte, bekam eine nicht besonders gute Note, worauf Herr X meinte: Wenn sie sich in mehreren Wochen nicht soundsoviele Vokabeln draufschaffen könnte, solle sie doch überlegen, ob sie nicht Latein abwählt und stattdessen lieber einen Kochkurs macht, so als sinnvolle Beschäftigung!
BÄM! Also erstens geht das ja mal überhaupt nicht, dass er sowas vor dem ganzen Kurs (!) sagt und zweitens: Ein Kochkurs? WTF?
Da ich ja passionierte Retterin der akademisch ambitionierten Witwen und Waisen bin, konnte ich das natürlich nicht so im Raum stehen lassen und sagte (im neutralen Tonfall):
"Also, den Spruch mit dem Kochkurs hätten Sie sich jetzt aber sparen können!"
Auftritt Rumpelstilzchen: Herr X fuhr mich an, was er sich sparen könne und was nicht, entscheide immer noch er, außerdem hätte seine Schwester ihren Abschluß in Ernährung- und Hauswirtschaft gemacht und wenn ich sowas verachten (!) würde, wäre das mein Problem. Er schickte dann noch einen Spruch von wegen Leuten, die nur Tiefkühlkost essen hinterher und grummelte dann vor sich hin. Versuchte nochmal (immer noch ziemlich erregt) die Diskussion weiterzuführen, was ich dann aber abgewiegelt habe. Immerhin, der Mann sitzt am längerem Hebel.
Merke: Theoretisch ist Gleichberechtigung vielleicht auch für die alte Garde ne tolle Sache, es hält sie aber nicht davon ab, bei Gelegenheit sexistische Sprüche abzulassen. Das Weltbild bleibt unangetastet.
Samstag, 18. Juni 2011
It´s a little late for tears, isn´t it?
Gerade hab ich diesen wunderbaren Erziehungsfilm von 1954 gefunden.
Watch and enjoy!
P.S. Ich hasse Helen! :D
Watch and enjoy!
P.S. Ich hasse Helen! :D
Donnerstag, 16. Juni 2011
FWM der F, aka die Pipifax-WM
Juhu, bald isset soweit, die Fußballweltmeisterschaft der Frauen beginnt! :D
Als jemand, der seine Fußballleidenschaft nur bei internationalen Wettbewerben ausleben mag (Bundesliga wird seit dem Wechsel von Andi Möller von Dortmund nach Schalke tapfer ignoriert, es hat damals einem kleinen Mädchen das Herz gebrochen! ), bin ich natürlich ganz furchtbar excited.
Schon jetzt ist es eine WM der Merkwürdigkeiten:
1. Wie ihr wahrscheinlich alle wisst, haben sich unsere Mädels im Playboy ausgezogen. Soweit nix Schlimmes dran, soll ja jeder halten, wie er mag. Blöd ist nur, dass diese Frauen garnicht im diesjährigen Kader des DFB sind. Hmm. Naja, Fußballerinnen sind halt Fußballerinnen, wer will sich auch merken, wer da alles mitspielt. :-/ Hauptsache Brüste.
Ich musste auch ganz stark den Drang, in die Tischplatte zu beißen, unterdrücken, als ich las: "Ich glaube ohnehin, dass wir bereits auf dem besten Weg sind, dieses Image [Mannsweiber] loszuwerden. Es spielen immer mehr süße, hübsche Mädels Fußball, die auch shoppen gehen und Wert auf ihr Äußeres legen."
Ui, echt? Na sowas. Obwohl die Fußball spielen? Und Hetero auch noch, zumindest manche. Glaubt man ja gar nicht. Ja hm, da hat dann ja auch mein bierbäuchiger Nachbar nen Grund sich die Chose anzugucken.
Das führt uns direkt zu Punkt 2:
Wenn man diesem (imaginären) Nachbarn und seinen Artverwandten glauben darf, ist es ja geradezu widerlich, wie einem diese Pipifax-WM aufgedrängt wird. Nun trifft es sich ganz gut, dass ich ab und an mal Lebensmittel einkaufe. War ich gestern im Getränkemarkt, und ob ihrs glaubt oder nicht: Mir wurden keine Schwarz-Rot-Gold bestickten Hemdchen aufgedrängt! Nicht mal Schweißbänder oder Hüte! Obwohl ich Bier kaufte! Nun ja, hab ich mir gedacht, der Laden ist wohl fest in bierbäuchiger Hand, gehe also weiter zum Penny. Auch dort nix. So langsam wurd ich aber stutzig, also weiter zum Aldi. Dort wurde tatsächlich ein Fußball mit Unterschriften der Nationalmannschaft verkauft. Ich stürzte mich freudestrahlend auf dieses Angebot... das sich als Ball der FNM der MÄNNER rausstellte. (BTW: Was zum Geier, Aldi???).
Zusammenfassend kann man sagen, dass ich 11 Tage vor Beginn der WM nicht EINEN Merchandiseartikel bekommen habe! Wenn ich daran denke, dass ich sonst zu Wettbewerben immer schon im Mai komplett ausgestattet bin, ist das doch, nun ja, merkwürdig.
Die FWM der F springt einen an jeder Straßenecke an, fürwahr.
Von den Barbiepuppen der Spielerinnen fang ich gar nicht erst an, werde aber demnächst einen Brief an Mattel verfassen, wo ich verlange, dass in Zukunft auch von den männlichen Spielern Puppen hergestellt werden.
Warum sollen denn nur die Weiber das große Stück vom Kuchen kriegen ;)
In diesem Sinne
Als jemand, der seine Fußballleidenschaft nur bei internationalen Wettbewerben ausleben mag (Bundesliga wird seit dem Wechsel von Andi Möller von Dortmund nach Schalke tapfer ignoriert, es hat damals einem kleinen Mädchen das Herz gebrochen! ), bin ich natürlich ganz furchtbar excited.
Schon jetzt ist es eine WM der Merkwürdigkeiten:
1. Wie ihr wahrscheinlich alle wisst, haben sich unsere Mädels im Playboy ausgezogen. Soweit nix Schlimmes dran, soll ja jeder halten, wie er mag. Blöd ist nur, dass diese Frauen garnicht im diesjährigen Kader des DFB sind. Hmm. Naja, Fußballerinnen sind halt Fußballerinnen, wer will sich auch merken, wer da alles mitspielt. :-/ Hauptsache Brüste.
Ich musste auch ganz stark den Drang, in die Tischplatte zu beißen, unterdrücken, als ich las: "Ich glaube ohnehin, dass wir bereits auf dem besten Weg sind, dieses Image [Mannsweiber] loszuwerden. Es spielen immer mehr süße, hübsche Mädels Fußball, die auch shoppen gehen und Wert auf ihr Äußeres legen."
Ui, echt? Na sowas. Obwohl die Fußball spielen? Und Hetero auch noch, zumindest manche. Glaubt man ja gar nicht. Ja hm, da hat dann ja auch mein bierbäuchiger Nachbar nen Grund sich die Chose anzugucken.
Das führt uns direkt zu Punkt 2:
Wenn man diesem (imaginären) Nachbarn und seinen Artverwandten glauben darf, ist es ja geradezu widerlich, wie einem diese Pipifax-WM aufgedrängt wird. Nun trifft es sich ganz gut, dass ich ab und an mal Lebensmittel einkaufe. War ich gestern im Getränkemarkt, und ob ihrs glaubt oder nicht: Mir wurden keine Schwarz-Rot-Gold bestickten Hemdchen aufgedrängt! Nicht mal Schweißbänder oder Hüte! Obwohl ich Bier kaufte! Nun ja, hab ich mir gedacht, der Laden ist wohl fest in bierbäuchiger Hand, gehe also weiter zum Penny. Auch dort nix. So langsam wurd ich aber stutzig, also weiter zum Aldi. Dort wurde tatsächlich ein Fußball mit Unterschriften der Nationalmannschaft verkauft. Ich stürzte mich freudestrahlend auf dieses Angebot... das sich als Ball der FNM der MÄNNER rausstellte. (BTW: Was zum Geier, Aldi???).
Zusammenfassend kann man sagen, dass ich 11 Tage vor Beginn der WM nicht EINEN Merchandiseartikel bekommen habe! Wenn ich daran denke, dass ich sonst zu Wettbewerben immer schon im Mai komplett ausgestattet bin, ist das doch, nun ja, merkwürdig.
Die FWM der F springt einen an jeder Straßenecke an, fürwahr.
Von den Barbiepuppen der Spielerinnen fang ich gar nicht erst an, werde aber demnächst einen Brief an Mattel verfassen, wo ich verlange, dass in Zukunft auch von den männlichen Spielern Puppen hergestellt werden.
Warum sollen denn nur die Weiber das große Stück vom Kuchen kriegen ;)
In diesem Sinne
Samstag, 9. April 2011
Weiber!
Immer wieder wird einem als Frau vorgehalten, was man tun müsse, wie man sich verhalten müsse um "typisch Frau" zu sein.
Schminken, klar. Ab und an mal ein Röckchen, ist gebongt. Lange Haare, von mir aus. Brüste sowieso.
Wenn es bei diesen Äußerlichkeiten bleiben würde, wäre es auch "ok", nur leider mag man vom Phänotyp auch gerne mal auf das Innenleben schließen. Und da fangen die Probleme an.
Es gibt nicht DIE Frau, das normierte Standardmodell, mit zwei Airbags serienmäßig.
Jede Frau unterscheidet sich von anderen, was die eine glücklich macht, kann für die andere die Hölle sein.
Manche Frauen lieben Rosa und Pink, andere können nicht mal Spielzeuggeschäfte betreten, ohne dem Brechreiz zu erliegen.
Manche wollen Verantwortung, richtig viel, über viele Menschen, am besten bezahlt, andere sind vollkommen zufrieden mit ihrer eigenen kleinen Welt, die sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten geschaffen haben und ziehen Kartoffeln und Kinder.
Manche Frauen lieben große, mächtige Männer, andere kleine zierliche Frauen.
Und zwischen diesen Extremen gibt es immer noch ganz viel Spielraum, oftmals sogar je nach Tagesform.
Das mag biologisch nicht begründbar sein, liegt aber in der Natur des Menschen.
Menschen entwickeln sich, niemand, ausser einige bemitleidenswerte Exemplare, bleibt an einer Schwelle seiner Entwicklung stehen und sagt sich: "So, das bin ich jetzt."
Das Leben geht immer weiter, und wir mit ihm. So müssen auch unsere Mitmenschen sich immer wieder neu auf uns einstellen. Das es nicht immer mit allen funktioniert, liegt dann mitnichten beim Sich-Wandelnden, sondern bei dem, der uns betrachtet.
"Wir künden ihm die Bereitschaft auf, weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfaßbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, daß unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei. ‘Du bist nicht’, sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte: ‘Wofür ich Dich gehalten habe.´
Und wofür hat man sich denn gehalten? Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat." (Max Frisch)
Also, wenn wir uns die Beine rasieren oder nicht, Kontaktlinsen oder Brille, lange oder kurze Haare tragen, Schminke oder Natur pur lieben, sagt das nichts darüber aus, wie weiblich wir sind. Oder wer wir überhaupt sind. Es sagt nur etwas darüber aus, wozu wir gerade Lust hatten.
Oder sollte es zumindest.
Schminken, klar. Ab und an mal ein Röckchen, ist gebongt. Lange Haare, von mir aus. Brüste sowieso.
Wenn es bei diesen Äußerlichkeiten bleiben würde, wäre es auch "ok", nur leider mag man vom Phänotyp auch gerne mal auf das Innenleben schließen. Und da fangen die Probleme an.
Es gibt nicht DIE Frau, das normierte Standardmodell, mit zwei Airbags serienmäßig.
Jede Frau unterscheidet sich von anderen, was die eine glücklich macht, kann für die andere die Hölle sein.
Manche Frauen lieben Rosa und Pink, andere können nicht mal Spielzeuggeschäfte betreten, ohne dem Brechreiz zu erliegen.
Manche wollen Verantwortung, richtig viel, über viele Menschen, am besten bezahlt, andere sind vollkommen zufrieden mit ihrer eigenen kleinen Welt, die sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten geschaffen haben und ziehen Kartoffeln und Kinder.
Manche Frauen lieben große, mächtige Männer, andere kleine zierliche Frauen.
Und zwischen diesen Extremen gibt es immer noch ganz viel Spielraum, oftmals sogar je nach Tagesform.
Das mag biologisch nicht begründbar sein, liegt aber in der Natur des Menschen.
Menschen entwickeln sich, niemand, ausser einige bemitleidenswerte Exemplare, bleibt an einer Schwelle seiner Entwicklung stehen und sagt sich: "So, das bin ich jetzt."
Das Leben geht immer weiter, und wir mit ihm. So müssen auch unsere Mitmenschen sich immer wieder neu auf uns einstellen. Das es nicht immer mit allen funktioniert, liegt dann mitnichten beim Sich-Wandelnden, sondern bei dem, der uns betrachtet.
"Wir künden ihm die Bereitschaft auf, weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfaßbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, daß unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei. ‘Du bist nicht’, sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte: ‘Wofür ich Dich gehalten habe.´
Und wofür hat man sich denn gehalten? Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat." (Max Frisch)
Also, wenn wir uns die Beine rasieren oder nicht, Kontaktlinsen oder Brille, lange oder kurze Haare tragen, Schminke oder Natur pur lieben, sagt das nichts darüber aus, wie weiblich wir sind. Oder wer wir überhaupt sind. Es sagt nur etwas darüber aus, wozu wir gerade Lust hatten.
Oder sollte es zumindest.
Donnerstag, 7. April 2011
Bah wat für Worte! Teil I
Bekanntermaßen bin ich ja ab und an mal auf maskulistischen und Pick-Up Blogs unterwegs, wo einem die schönsten und farbenfrohsten Metaphern und Formulierungen über den Weg laufen.
Auch unheimlich originell, zumindest vor dem 10.000sten Lesen. Leider ist es nämlich so, dass Formulierungen quasi Wanderpokale sind, die von Blog zu Blog und Kommentator über Kommentator weitergereicht werden.
Die muß man unbedingt für die Nachwelt festhalten, von daher meine neue (und erste!) Serie.
Auch lässt sich an ihnen ganz hervorragend die Geisteshaltung des Verfassers erkennen. Deswegen wird immer eine kleine küchenpsychologische Typisierung mitgeliefert. Bon Appetit. :)
Teil 1: Des Kaisers neue Kleider
Die meisten werden wissen, worum es in dem Märchen geht, für Unbedarfte hier.
Wird gerne von super-nicht-politisch-korrekten Mitmenschen benutzt, die als einzige offensichtlichste Mißstände erkennen und anprangern (quasi die fehlende Kleidung erkennen).
Sie verstehen sich als Retter des Abendlandes, Recken im Dienste der Rechtschaffenheit, Diener der Wahrheit.
Alles läuft schief in Deutschland und dem Rest der Welt, und sie sind die einzigen, die kommen, sehen und durch Lösungen überzeugen.
Bevorzugte Themen:
-Journalismus
-Quotenregelungen (männlich & weiblich)
-Queertheorie
-Anerkennung von Homosexualität als gleichwertig der Heterosexualität.
-Femizentriertertes Schulwesen, das unsere Söhne als weichgespülte......*zzzzzzzzz*
Oh,entschuldigung, ich muß kurz eingenickt sein.
Wie dem auch sei, gerne wird es begleitet von entrüsteten Wortschwallen alá "Das wird man ja wohl mal sagen dürfen".
Fortsetzung folgt.....
Auch unheimlich originell, zumindest vor dem 10.000sten Lesen. Leider ist es nämlich so, dass Formulierungen quasi Wanderpokale sind, die von Blog zu Blog und Kommentator über Kommentator weitergereicht werden.
Die muß man unbedingt für die Nachwelt festhalten, von daher meine neue (und erste!) Serie.
Auch lässt sich an ihnen ganz hervorragend die Geisteshaltung des Verfassers erkennen. Deswegen wird immer eine kleine küchenpsychologische Typisierung mitgeliefert. Bon Appetit. :)
Teil 1: Des Kaisers neue Kleider
Die meisten werden wissen, worum es in dem Märchen geht, für Unbedarfte hier.
Wird gerne von super-nicht-politisch-korrekten Mitmenschen benutzt, die als einzige offensichtlichste Mißstände erkennen und anprangern (quasi die fehlende Kleidung erkennen).
Sie verstehen sich als Retter des Abendlandes, Recken im Dienste der Rechtschaffenheit, Diener der Wahrheit.
Alles läuft schief in Deutschland und dem Rest der Welt, und sie sind die einzigen, die kommen, sehen und durch Lösungen überzeugen.
Bevorzugte Themen:
-Journalismus
-Quotenregelungen (männlich & weiblich)
-Queertheorie
-Anerkennung von Homosexualität als gleichwertig der Heterosexualität.
-Femizentriertertes Schulwesen, das unsere Söhne als weichgespülte......*zzzzzzzzz*
Oh,entschuldigung, ich muß kurz eingenickt sein.
Wie dem auch sei, gerne wird es begleitet von entrüsteten Wortschwallen alá "Das wird man ja wohl mal sagen dürfen".
Fortsetzung folgt.....
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