Mittwoch, 14. September 2011

Geschichten aus dem femizentrierten Schulwesen II

Heute, Englisch LK, Erwachsenenbildung

Besprochener Satz:  
Girls are especially interested in games that require social skills

Frage: Was heisst social skills? Antwort: Soziale Kompetenzen.
Weitere Frage: Was sind soziale Kompetenzen (augenroll)

Mitschüler meldet sich und beantwortet: "Kochen, Kindererziehung und so."

Hilarity ensues.

Merke: Wenn irgendwo im Satz eine Geschlechtsbezeichnung vorkommt, ist das IMMER eine Aufforderung, wild Rollenklischees von sich zu geben.

Ham wa wieder was gelernt.

Freitag, 19. August 2011

Elefanten

Ich war gestern im (übrigens sehr zu empfehlenden) Zoo in Wuppertal, weil sie dort Elefanten haben, und im Moment auch Elefantenkinder.
Es gibt wohl kaum etwas süßeres als tapsige kleine Elefanten!

Elefanten sind aber generell extrem coole Viecher.
Einige werden wissen, dass Elefanten im Matriarchat leben, d.h. Herden haben eine Leitkuh statt eines männlichen Oberhauptes. Dieses ergibt sich nicht aus körperlicher Überlegenheit, sondern aus der Erfahrung, meist ist es eine mitterweile unfruchtbare Kuh von etwa 40-50 Jahren.
Stirbt diese Leitkuh, hat das fatale Folgen für die Gruppe, da die aufgezogenen Jungtiere wenig soziale Werte vermittelt bekommen.
Soziale Werte?

Donnerstag, 4. August 2011

Bah, wat für Worte II

Nun folgt Teil 2 der beliebten Blogreihe. Lang erwartet, nun endlich da.
Teil 1 findet ihr hier

Das heutige Schlagwort ist:

"Meine Frau sagt das auch!"

Wird besonders gern von antifeministischen Mitmenschen benutzt, um ihre Thesen zu bekräftigen.

Funktioniert leider nicht so gut, weil:

A)
Ist es zu erwarten, dass bei einem maskulistischen Mann die Frau eventuelle anderslautende Meinungen eher für sich behält (Frauen sollen ja so harmoniebedürftig sein ;))
B)
Die Frau wahrscheinlich mit ihren "Frauenleiden" wie Belästigung, Sexismus etc. wahrscheinlich nicht zu ihrem Gatten gelaufen kommt. Zumindest wenn er einer der Konsorten ist die von permanenter Frauenbevorzugung in allen Bereichen reden, und Frauen das Recht auf körperliche Unversehrtheit aufgrund ihrer Kleidung absprechen. Nur so ein Gedanke....
C)
Ist es gut möglich, dass der Gatte sie so lange bequatscht hat, bis sie ihm zustimmt.
(Oh stimmt, Schatz, jetzt wo du´s sagst, ich hatte tatsächlich ein T-Shirt mit V-Ausschnitt an, völlig klar, dass sich der betrunkene Mann am Bahnhof nicht mehr unter Kontrolle hatte und mir an die Möpse gefasst hat. Ich Dummerchen!)
Richtig schlimm wird es, wenn es in allen Bereichen so ist, und die Frau eines Hardcoremaskulisten irgendwann davon überzeugt ist, dass sie dem Manne in allen Bereichen untertan ist, und froh, dass sie nur ihrem eigenen Mann zu sexuellen Diensten verpflichtet ist.

Eine kurze Schweigeminute für diese armen Frauen.

So, aber selbst wenn A-C nicht zutreffen, macht es diese einzelne Frau nicht zu einer verläßlichen Quelle für das, was alle Frauen wollen.

Aber, wie ich ja bereits geschrieben hatte, manche Männer neigen dazu Frauen als große homogene Gruppe zu sehen.

Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt:
Du schreibst, ich schüttele fassungslos den Kopf

Dienstag, 19. Juli 2011

Die Frau das unbekannte Wesen

Hach, wir Frauen. Wat sind wir doch für mysteriöse Geschöpfe.

Selbst der allwissende Siggi Freud konnte uns nicht entschlüsseln, er wird folgendermaßen zitiert:
"Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: ´Was will eine Frau eigentlich?´ "


Das mag daran liegen, dass er sich wahrscheinlich, wie viele Männer, nie wirklich mit Frauen beschäftigt hat. Damit meine ich im wirklichen Leben, als Mitmenschen, als Teil der Peer Group.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie streng die Geschlechtertrennung in Freizeitbereichen immer noch ist. Ich sehe oft, wie sich die Geschlechter auf Partys in homogenen Grüppchen sammeln, Männlein und Weiblein getrennt.

Ich bin jemand, der aufgrund seiner "geschlechterübergreifenden" Interessen (Kosmetik, Klatsch, Computerspiele und Zombiefilme) eigentlich mit jedem ein Gesprächsthema findet, daher finde ich das immer recht nervig, konsequent ins "Frauenghetto" abgeschoben zu werden, wenn ich doch in dem Moment viel lieber mit den Jungs Bier trinken und mich über Star Wars Ep I-III ereifern möchte.
Tue ich das, gehöre ich für manche Frauen nicht mehr dazu, selbst wenn ich vorher eine halbe Stunde mit Lust und Leidenschaft Nagellackfarben diskutiert habe. 



 Ein Bekannter von mir bemerkte vor einiger Zeit mal, wie faszinierend er es fände, dass ich mit einigen meiner Ex-Liebschaften noch freundschaftlichen Kontakt pflege, er hätte das ja nie so gehabt.
Als ich sagte, dass mich ja mit den meisten auch gemeinsame Interessen verbinden würde, ich das deshalb ganz natürlich fände, sagte er, nee, er hätte seine Ex zwar sehr geliebt, möge sie auch immer noch, aber er wüsste so nix mit ihr anzufangen.
Autsch.
Ich fragte weiter nach, ob er weibliche Freunde hätte. Klar, in seiner Clique wären einige Frauen. Ja aber bist du mit denen befreundet? Diskutierst du mit ihnen, unternimmst mal was? Nö.
Doppel-Autsch.

Das ist meiner Meinung nach ein Riesenproblem im Geschlechtermiteinander.
Viele Männer haben mit Frauen, abgesehen von Familie und Sexualleben, nicht viel zu tun,d.h. sie wissen nicht, dass es unter Frauen Unterschiede wie Tag und Nacht gibt, wie ich das ja schonmal in einem anderen Beitrag ausgeführt hatte.
 Dass Frauen keine mysteriösen, elfengleichen Wesen sind, hübsch anzuschauen, aber so wenig greifbar wie Feenstaub, sondern ganz normale Menschen.
(Ein Freund hat mir mal gestanden, dass er bis zu seinem 17. Lebensjahr gedacht hat, Frauen hätten keine Verdauung. Ernsthaft!)
 
Seien wir ehrlich, man ist in einer Liebesbeziehung (zumindest am Anfang) NIE so, wie man sonst ist. Man möchte ein begehrenswertes, liebenswertes Wesen sein. Natürlich auch n bissken mysteriös, aber ob das an den Vorlieben dieses bestimmten Mannes oder an den Einflüsterungen diverser Frauenzeitschriften (Mach dich rar, Männer sind Jäger, etc.) liegt, sei mal dahingestellt.
(Die meisten Männer, denen ich was bedeutet habe, wollten immer ganz viel über mich wissen)

Daher, die Frage: "Was will eine Frau eigentlich" gehört mit zu den dämlichsten, die es gibt.

Lieber Siggi, frag sie doch! 
Aber sei bitte nicht enttäuscht, wenn die Antwort nicht lautet "Ein Penis".


Ich empfehle mich  

Sonntag, 26. Juni 2011

Deutschland-Kanada 2:1

So, das war doch schonmal ganz schön. Unsere Mädels haben gut gespielt, super Einsatz gezeigt, die Frau Schiedsrichter war blind (die hat doch nur den Ball gespielt! Mann!) und die Kommentatoren haben nur Müll geredet (Kommentar zu Nia Künzer nach der Schalte zu Public Viewing in Stuttgart: "Ist doch schön, so Fans zu haben" :-/)  .

Quasi gar nicht anders als Männerfußball. :)

Ach ja, den Kommentar des Tages brachte mein Schwager, als ich die Anfeindungen der Maskulisten gegen Frauenfußball zur Sprache brachte:

"Regen sich Feministinnen eigentlich auch so über männliche Bodenturner auf? Nein? Vielleicht mal anregen!"

Und damit geb ich ab ins Studio

Montag, 20. Juni 2011

Geschichten aus dem femizentrierten Schulwesen

Heute hatte ich ein nettes Erlebnis mit einem meiner Lehrer.

Dieser Lehrer etwa Mitte 50 (in Folgendem Herr X genannt) gibt bei uns Latein, eigentlich mag ich ihn, schreibe bei
ihm auch ganz gute Noten, trotzdem ich als verkappte Feministin verschrieen bin. 

Heute gabs Vokabeltests zurück, eine Mitschülerin, die diesen nachgeschrieben hatte, bekam eine nicht besonders gute Note, worauf Herr X meinte: Wenn sie sich in mehreren Wochen nicht soundsoviele Vokabeln draufschaffen könnte, solle sie doch überlegen, ob sie nicht Latein abwählt und stattdessen lieber einen Kochkurs macht, so als sinnvolle Beschäftigung!

BÄM! Also erstens geht das ja mal überhaupt nicht, dass er sowas vor dem ganzen Kurs (!) sagt und zweitens: Ein Kochkurs? WTF?

Da ich ja passionierte Retterin der akademisch ambitionierten Witwen und Waisen bin, konnte ich das natürlich nicht so im Raum stehen lassen und sagte (im neutralen Tonfall):
 "Also, den Spruch mit dem Kochkurs hätten Sie sich jetzt aber sparen können!"

Auftritt Rumpelstilzchen: Herr X fuhr mich an, was er sich sparen könne und was nicht, entscheide immer noch er, außerdem hätte seine Schwester ihren Abschluß in Ernährung- und Hauswirtschaft gemacht und wenn ich sowas verachten (!) würde, wäre das mein Problem. Er schickte dann noch einen Spruch von wegen Leuten, die nur Tiefkühlkost essen hinterher und grummelte dann vor sich hin. Versuchte nochmal (immer noch ziemlich erregt) die Diskussion weiterzuführen, was ich dann aber abgewiegelt habe. Immerhin, der Mann sitzt am längerem Hebel.

Merke: Theoretisch ist Gleichberechtigung vielleicht auch für die alte Garde ne tolle Sache, es hält sie aber nicht davon ab, bei Gelegenheit sexistische Sprüche abzulassen. Das Weltbild bleibt unangetastet.
 

Samstag, 18. Juni 2011

It´s a little late for tears, isn´t it?

Gerade hab ich diesen wunderbaren Erziehungsfilm von 1954 gefunden.

Watch and enjoy!





P.S. Ich hasse Helen! :D